Informationen zur Rechenschwäche

Hinweis:

 

Für meine lerntherapeutische Arbeit ist es nicht notwendig, dass eine bestätigte Rechenstörung vorliegt.

Ich arbeite mit allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die größere Probleme in Mathematik haben und deren Unterstützungsbedarf über eine klassische Nachhilfe hinausgeht!

 

 

Es gibt für das Phänomen, dass Menschen gravierende Probleme beim Erlernen des Rechnens haben, eine Vielzahl von Begriffen, von Akalkulie über Dyskalkulie, Rechenschwäche, Rechenstörung, Lernbeeinträchtigung im mathematischen Bereich... bis zu Zahlendyssymbolismus.

 

Grundsätzlich fasst man unter einer Rechenstörung, dass

  • gravierende Schwierigkeiten beim Erwerb grundlegender arithmetischer Fertigkeiten (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division) bestehen, die
  • nicht durch eine Intelligenzminderung und/ oder
  • unzureichende Beschulung

zu erklären sind.

 

Etwa 5% der Grundschulkinder sind davon betroffen, teilweise zusammen mit anderen Störungen, wie einer Lese- Rechtschreib- Störung oder Aufmerksamkeitsstörungen.

 

Die Kinder entwickeln oft psychische und psychosomatische Folgeprobleme, die teilweise bis zu behandlungsbedürftigen Störungen führen.

 

"Ohne  spezifische Behandlung bleiben Rechenstörungen bis ins Erwachsenenalter bestehen und können einen nachhaltig negativen Einfluss auf Bildungs-, Berufs- und Persönlichkeitsentwicklung haben. Auch volkswirtschaftlich sind Rechenstörungen relevant, da Erwachsene mit mangelnden Rechenfertigkeiten am Arbeitsmarkt gravierend benachteiligt sind."

(Quelle: Kaufmann L, von Aster M: The diagnosis and management of dyscalculia.

Dtsch Arztebl Int 2012; 109(45):767-78  DOI:10.3238/arztebl.2012.0767)

 

 

Bei meiner integrativ- systemischen Lerntherapie gehe ich davon aus, dass gravierende Probleme beim Erlernen der Mathematik entstehen, wenn die Lernvoraussetzungen des Kindes noch nicht mit den Lernanforderungen zusammenpassen.


Einer oder mehrere der vielen Bausteine, die für das Erlernen der Mathematik benötigt werden, funktioniert noch nicht so, wie er eigentlich sollte und/ oder wirkt mit den anderen Bausteinen nicht optimal zusammen
Zu diesen Bausteinen zählen z. B.:

  • Zusammenwirken von Wahrnehmung und Motorik und Gedächtnis
  • räumliche und zeitliche Orientierungsfähigkeit,
  • Vorstellungen
    • Zahlvorstellungen
    • Größenvorstellungen
    • Raumvorstellungen
    • Handlungsvorstellungen von den  Rechenoperationen
  • Gedächtnis; Arbeitsgedächtnis
  • Konzentration
  • Abstraktion

Auch emotionale und motivationale Aspekte, wie

  • Selbstkonzepte und Glaubenssätze ("Mathe kann ich nicht")
  • Ängste und dadurch bedingte Leistungsblockierungen und Konzentrationsstörungen
  • Lern- und Leistungsmotivation.

spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Verstärkung der Schwierigkeiten.

 

Schulische und familiäre Faktoren , wie

  • häufiger Lehrerwechsel und damit verbundener Wechsel von Unterrichtsmethoden
  • zu wenig, zu viele oder unpassende Veranschaulichungsmaterialien
  • Klassengröße und Möglichkeiten der individuellen Förderung
  • verschiedene Rechenstrategien von Lehrern und Eltern
  • familiäre Erwartungen, Anregungen und Ängste

beeinfussen ebenfalls die Entwicklung der mathematischen Lernprobleme.

 

In der integrativ- systemischen Lerntherapie arbeiten wir gemeinsam am mathematischen Inhalt und daran, die  Bausteinen und Faktoren zu optimieren, die zu den individullen Lernproblemen Ihres Kindes geführt haben.

 

 

 

Ausführliche Informationen zur Rechenstörung (Dyskalkulie) erhalten Sie auch auf den Seiten des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e.V..

 

Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie e.V.

 

 

Nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV vom 20.Mai 2014 zur "Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Scheirigketien im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen", liegen besondere Schwierigkeiten dann vor, wenn

  • bei ausreichender Beschulung,
  • vorhandener Lernbereitschaft und
  • in Abgerenzung zu den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung

das Erlernen der Grundfertigkeiten des Rechnens nicht der jahrgangsgerechten Leistungserwartung entspricht.

 

Verwaltungsvorschrift vom 20. Mai 2014

 

 

Die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) führt die Rechenstörung unter F 81.2 und F81.3


ICD Rechenstörung

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